Studenten

Mehrere Studenten sitzen vor einem Laptop und beraten sich.

Hier erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen für Studenten.

Am günstigsten versichert ist aber natürlich derjenige, der bei den Eltern beitragsfrei mitversichert ist. Dies ist grundsätzlich bis zum vollendeten 25. Lebensjahr möglich.

Bei allen, die eine Dienstpflicht bei der Bundeswehr oder im Zivildienst geleistet haben, verlängert sich die beitragsfreie Familienversicherung bei den Eltern um genau diesen Zeitraum.

Im Anschluss daran muss man sich selbst versichern. 

 

Günstig weiterversichert


Eine günstige Möglichkeit der Weiterversicherung nach Ablauf der Familienversicherung bietet die sogenannte Krankenversicherung der Studenten (KVdS). Die monatlichen Beiträge liegen ab dem 1.1.2016 bei

    • Krankenversicherung: 67,58 Euro
    • Pflegeversicherung 14,03 Euro bzw. 15,52 Euro für Kinderlose


Der Beitrag zur Krankenversicherung wird dabei ausgehend von einem um 30 Prozent vergünstigen allgemeinen Beitragssatz zuzüglich Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse berechnet (2016 bei der BKK WF 1,1 Prozent). Bezieher von BAföG-Leistungen erhalten vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung auf Antrag ggf. einen monatlichen Zuschuss zum Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag. Am einfachsten ist es zudem, wenn Sie uns eine Einzugsermächtigung für die Beiträge erteilen. Dann ist eine monatliche Zahlung möglich. Wer keine Einzugsermächtigung unterschreiben möchte, muss die Beiträge für das Semester im Voraus zahlen. 

Die studentische Krankenversicherung endet mit dem Abschluss des 14. Fachsemesters, spätestens mit dem 30. Geburtstag. Natürlich gibt es Ausnahmen zu dieser Regelung. Wer aus besonderen Gründen eine längere Studienzeit rechtfertigen kann, beispielsweise wegen familiärer Gründe (z.B. Erkrankung und Pflege von Angehörigen), wegen persönlicher Gründe (z.B. Geburt eines Kindes) oder aufgrund der Art der Ausbildung (z.B. Aufbaustudium), kann entsprechend länger in der studentischen Krankenversicherung bleiben.

Informationen zum Arbeiten während eines Studiums

Kurzfristige Beschäftigungen von Studenten

Viele Studierende nutzen die Semesterferien, um Geld zu verdienen. Eine kurzfristige Beschäftigung von Studenten bietet sich an, denn dieses Anstellungsverhältnis ist sozialversicherungsfrei. Allerdings nur dann, wenn einige Grenzen eingehalten werden.

Drei Monate als Urlaubsvertretung im Büro oder Animateur in einem Hotel am Strand? Eine kurzfristige Beschäftigung von Studenten bringt einige Vorteile. Durch die durchgehende Beschäftigung arbeitet man sich schnell ein und kann abgesehen von der Bezahlung einiges an Berufspraxis gewinnen. Außerdem kommt bei einer Vollzeitbeschäftigung schnell ein gutes Gehalt zusammen, von dem man im Semester noch zehren kann. Während des Semesters ist es nämlich nicht möglich, mehr als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Ansonsten verliert man den Status als „ordentlicher Student“. Einzige Ausnahme: Die Arbeitszeiten liegen vorrangig in den Abendstunden oder am Wochenende.

Befristet beschäftigt: Was gibt es zu beachten?

In den Semesterferien hingegen dürfen Studierende mehr als 20 Stunden arbeiten, bis hin zu einer Vollzeitbeschäftigung. Allerdings muss die Beschäftigung des Studenten von Beginn an befristet sein. Darüber hinaus dürfen kurzfristig beschäftigte Studenten nicht mehr als drei Monate im Jahr bzw. 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr beschäftigt sein. Trifft dies zu, ist die Beschäftigung versicherungs- und beitragsfrei, ungeachtet des Einkommens. Diese Regelung gilt seit dem 1. Januar 2015 und gilt zunächst bis zum 31.12.2018 (früher 2 Monate bzw. 50 Arbeitstage).

Rentenversicherungspflicht bei der befristeten Beschäftigung

Wenn die Grenze von drei Monaten oder 70 Kalendertagen überschritten wird, ist die befristete Beschäftigung immer rentenversicherungspflichtig. Das kann beispielsweise dadurch passieren, dass eine auf drei Monate befristete Beschäftigung ausläuft, und durch einen Anschlussvertrag verlängert wird. Oder aber, der Student arbeitet zunächst befristet für drei Monate und nimmt einige Monate später wieder eine befristete Beschäftigung auf. Dabei ist unerheblich, ob die Beschäftigung von Studenten beim gleichen oder zwei unterschiedlichen Arbeitgebern besteht. Sobald die kurzfristigen Beschäftigungen eines Studenten die Grenze von 70 Tagen bzw. drei Monaten pro Kalenderjahr überschreiten, besteht für die Beschäftigung Rentenversicherungspflicht. Der Beitrag liegt aktuell bei 18,7 Prozent. Dieser wird zu gleichen Teilen vom Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer getragen (jeweils  9,35 Prozent). Eine befristete Beschäftigung von Studenten, die von Beginn an mehr als drei Monate umfasst, unterliegt von vorneherein der Rentenversicherungspflicht.

Sozialversicherung bei befristeten Beschäftigungen

Arbeiten kurzfristig beschäftigte Studenten mehr als 26 Wochen im Jahr mehr als 20 Stunden pro Woche, fallen auch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an. Denn dann gilt der Student als Arbeitnehmer und wird sozialversicherungspflichtig. Als Berechnungszeitraum für die 26 Wochen gilt in diesem Fall jedoch nicht das Kalenderjahr. Stattdessen wird von dem Ende der befristeten Beschäftigung des Studenten ein Jahr zurückgerechnet. In diesem Zeitraum werden alle Beschäftigungen addiert, die eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden betrugen. Von dem Moment an, in dem die 26-Wochen-Grenze überschritten wurde, müssen für alle weiteren befristeten Beschäftigungen neben den Beiträgen für die Rentenversicherung auch Beiträge in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung eingezahlt werden.

Kurzfristige Beschäftigung von Studenten: Ein Rechenbeispiel

Andrea arbeitet in den Semesterferien des Sommersemesters als Werkstudentin bei einem Autohersteller. Die Arbeitszeit liegt bei 38 Stunden pro Woche. Die Beschäftigung ist auf drei Monate befristet. Sie verdient 2.000,00 Euro pro Monat. Für diese befristete Beschäftigung fallen keine Beiträge für die Rentenversicherung oder andere Sozialversicherungen an. Nach Ablauf des Vertrages bietet man ihr eine weitere Beschäftigung für zwei Wochen an. Sie erhält dafür ein Gehalt von 1.000,00 Euro. Der Zeitraum liegt noch in den Semesterferien. Für das Gehalt aus den folgenden zwei Wochen fallen Rentenversicherungsbeiträge an. Silja und ihr Arbeitgeber teilen sich den Beitrag, sodass jeder 9,35 Prozent des Gehaltes zahlt. Das entspricht 93,50 Euro. Im Wintersemester arbeitet sie noch einmal als kurzfristig Beschäftigte in einem Messehotel. Auch für diese Beschäftigung besteht Rentenversicherungspflicht. Beiträge zu Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung muss Silja nicht zahlen, da sie nicht mehr als 26 Wochen im Berechnungszeitraum gearbeitet hat.

Versicherung im Praktikum

Ein Praktikum ist eine wertvolle Ergänzung zum Studium. Endlich kann das Gelernte in einem professionellen Umfeld angewendet werden. Daher gelten Praktika als betriebliche Ausbildung und sind im Normalfall versicherungspflichtig. Einige Sonderfälle gibt es dennoch.

Ein gutes Praktikum ist für Studierende sehr sinnvoll und erhöht später die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Darum gehören Praktika in vielen Studiengängen sogar zum Pflichtprogramm. Wie sich die Versicherung im Praktikum gestaltet, hängt zunächst davon ab, ob es sich um ein freiwilliges oder ein vorgeschriebenes Praktikum handelt.

Versicherung im Praktikum bei vorgeschriebenen Zwischenpraktika

Wenn Studierende ein Praktikum absolvieren, das in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist, ist der Fall einfach: Die Beschäftigung ist versicherungsfrei. Es muss also weder Krankenversicherung gezahlt, noch Beiträge zur Pflege-, Arbeitslosen- oder Rentenversicherung geleistet werden. Dabei spielt es keine Rolle, welche Wochenarbeitszeit anfällt und wie viel der Student verdient.

Studenten im Praktikum: Vorgeschriebene Vor- und Nachpraktika

Anders liegt der Fall, wenn es sich zwar um ein vorgeschriebenes Praktikum handelt, der Zeitpunkt des Praktikums aber vor oder nach dem Studium liegt. Beispielsweise ist es in manchen Studiengängen für die Aufnahme nötig, ein Vorpraktikum nachzuweisen. Die Studenten im Praktikum sind zu diesem Zeitpunkt nicht immatrikuliert und haben damit noch keinen Studentenstatus. Gleiches gilt, wenn ein Praktikum nach Studienabschluss absolviert wird. In beiden Fälle gelten die Praktikanten nicht als „ordentliche Studenten“ und sind als normale Arbeitnehmer zu behandeln. Darum ändert sich auch die Versicherung im Praktikum: die Praktikumsvergütung ist voll sozialversicherungspflichtig. Das gilt übrigens auch, wenn der Verdienst unter 450,00 Euro liegt. Liegt der Verdienst unter 325,00 Euro, trägt der Arbeitgeber die Beiträge allerdings allein. Da ein vorgeschriebenes Praktikum als betriebliche Berufsbildung gilt, greifen die Regelungen für Minijobs nicht.

Sozialversicherung bei freiwilligen Praktika

In vielen Studiengängen sind Praktika nicht zwingend erforderlich, aber dennoch gang und gäbe. Studierende suchen sich freiwillig einen Praktikumsplatz, vorwiegend in den Semesterferien, um praktische Erfahrung zu sammeln. In diesem Fall gelten im Hinblick auf die Versicherung im Praktikum die allgemeinen Regeln für beschäftigte Studierende. Welche Versicherung im Praktikum anfällt, hängt beispielsweise vom Einkommen ab: Liegt die Praktikumsvergütung unter 450,00 Euro pro Monat, gilt das freiwillige Praktikum als Minijob

Studenten mit Einkünften über 450 Euro

Studentenjobs sind nicht nur ein Nebenverdienst. Oft sammeln Studierende hier bereits wichtige Erfahrungen und Kenntnisse, die nach dem Abschluss wichtig für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben werden. Wenn der Nebenverdienst des Studenten ein Gehalt von mehr als 450,00 Euro bringt, gelten andere Richtlinien als beim Minijob.

Der Minijob ist vielen bekannt: Verdient der Arbeitnehmer maximal 450,00 Euro im Monat, gilt dies unabhängig von den Arbeitsstunden als eine geringfügige, sozialversicherungsfreie Beschäftigung. Das gilt auch für Studenten, die einen Minijob ausüben. Die Arbeitgeber sind aber trotzdem verpflichtet, Sozialversicherungsbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung abzuführen. Aus den Beiträgen zur Krankenversicherung (13 Prozent) werden dabei keine zusätzlichen Leistungsansprüche abgeleitet. Anders ist dies in der Rentenversicherung. Denn hier hat der Arbeitnehmer zusätzlich zum Arbeitgeberanteil in Höhe von 15 Prozent die Differenz zum regulären Beitragssatz von 18,7 Prozent durch einen Eigenanteil in Höhe von 3,7 Prozent selbst zu tragen. Allerdings besteht die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.

Mehr als Minijob: Wann ändert sich die Sozialversicherungspflicht?

Sobald der Nebenverdienst eines Studenten 450,00 Euro übersteigt, ändert sich die Sozialversicherungspflicht. Die Studierenden sind dann rentenversicherungspflichtig, allerdings fallen keine Beiträge für die übrigen Zweige der Sozialversicherung mehr an. Der Fall kann auf zwei Wegen eintreten: Entweder der Studierende verdient bei einem Arbeitgeber mehr als 450,00 Euro im Monat oder er übt zwei Minijobs aus und kommt dadurch insgesamt auf ein Einkommen von mehr als 450,00 Euro. Dann sind Arbeitgeber verpflichtet, Nachweise über weitere Beschäftigungsverhältnisse einzuholen. Auch wenn Studierende im späteren Verlauf einen zweiten Minijob annehmen, müssen sie dies ihrem Arbeitgeber melden.

Nebenverdienst für Studenten: Die Arbeitsstunden sind ausschlaggebend

Studenten, die mehr als 450,00 Euro im Monat verdienen, dürfen nicht mehr als 20 Stunden arbeiten. Denn das Studium muss im Vordergrund stehen, um den Status als „ordentlicher Student“ nicht zu verlieren. Nur dann ist der Nebenverdienst für Studenten nicht sozialversicherungspflichtig. Wird die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden während des Semesters überschritten, sind Studenten wie reguläre Arbeitnehmer in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung voll versicherungspflichtig. Fallen die Arbeitszeiten der Studierenden jedoch überwiegend in den Abend oder auf das Wochenende, darf die Stundenzahl überschritten werden. Auch in den Semesterferien können Studenten 30 oder 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Rentenversicherung ab 450 Euro Monatseinkommen

Studierende, die mehr als 450,00 Euro pro Monat verdienen und wöchentlich nicht mehr als 20 Stunden während des Semesters arbeiten, sind lediglich rentenversicherungspflichtig. Liegt der Nebenverdienst eines Studenten zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro fallen Studierende dabei in die sogenannte Gleitzone. In diesem Einkommensbereich teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber zwar den Beitrag für die Rentenversicherung, der Anteil für den Arbeitnehmer verändert sich allerdings abhängig von der Einkommenshöhe. Grundsätzlich gilt: Je niedriger das Gehalt, desto geringer ist der Arbeitnehmeranteil an der Rentenversicherung. Erst ab einem Monatseinkommen von 850,00 Euro wird der Rentenversicherungsbeitrag von aktuell 18,7 Prozent zu gleichen Teilen auf beide Partner aufgeteilt. Dann tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils 9,35 Prozent.

Nebenverdienst bei Studenten: Ein Rechenbeispiel

Ben arbeitet neben dem Studium als Kabelträger einer TV-Produktionsfirma. Damit verdient er im Monat 880,00 Euro. Da er nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, ist er nur rentenversicherungspflichtig. Allerdings liegt er mit seinem Einkommen nicht mehr innerhalb der Gleitzone und muss wie sein Arbeitgeber 9,35 Prozent für seine Rentenversicherung zahlen. Das bedeutet, dass Ben ebenso wie sein Arbeitgeber 82,82 Euro abführen muss.

Sozialversicherung im Minijob

Viele Studierende finanzieren ihre Ausbildung durch einen Minijob. Das ist selbst für Bafög-Empfänger eine gängige und legale Praxis. Allerdings ändert sich durch den Minijob die Versicherungspflicht. Hier erfahren Sie, was Studierende mit Minijob beachten müssen.

450-Euro-Job, Minijob oder geringfügig beschäftigt – der Minijob hat viele Namen. Grundsätzlich gilt, dass das Arbeitsentgelt monatlich 450 Euro nicht übersteigen darf. Die dafür geleisteten Stunden spielen für die Definition des Minijobs keine Rolle. Allerdings müssen Bafög-Empfänger die gesetzlichen Einkommensgrenzen beachten. Aktuell sind im Monat durchschnittlich 407,00 Euro erlaubt. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 4888,00 Euro. Ansonsten wird das Bafög gekürzt.

Dennoch ist der Minijob eine beliebte Beschäftigungsvariante, die auch vielen Studenten Vorteile bringt: Die Arbeitsstunden sind häufig monatlich festgelegt, sodass mit einem regelmäßigen Nebenverdienst zu rechnen ist. Außerdem erhalten Minijobber im Krankheitsfall eine Lohnfortzahlung und haben Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.

Steuern & Sozialversicherung im Minijob

Der Arbeitgeber – sofern es sich nicht um einen Privathaushalt handelt - ist verpflichtet, einen Pauschalbetrag von 13 Prozent für die gesetzliche Krankenversicherung des Studenten abzuführen. Dies entfällt lediglich bei Minijobbern, die privat krankenversichert sind. Dann fallen noch 2 Prozent Lohnsteuer an. Hinzu kommen Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung. Denn seit dem 1. Januar 2013 gilt auch für Minijobs eine Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Davon profitieren Studierende, denn sie sammeln bereits während des Studiums vollwertige Beitragszeiten, die für den Renteneintritt wichtig sind. Hinzu kommt, dass dadurch ein Anspruch auf Riester-Rente besteht. Studierende mit Minijob können die Grundzulage und gegebenenfalls die Kinderzulage für einen entsprechenden Altersvorsorgevertrag erhalten. Eine Befreiung von Rentenversicherungspflicht ist möglich. Allerdings entfallen dann auch alle genannten Vorteile für die Minijobber.

Rentenbeiträge für studierende Minijobber

Was die Beiträge zur Rentenversicherung angeht, sind zwar Arbeitgeber und Arbeitnehmer gefragt, die Minijobber tragen davon jedoch nur einen überschaubaren Anteil: Der Arbeitgeber führt 15 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens an die Deutsche Rentenversicherungsanstalt ab. Die geringfügig beschäftigten Studierenden müssen lediglich die Differenz zum aktuellen Beitragssatz für Arbeitnehmer zahlen. Momentan beträgt dieser Beitragssatz 18,7 Prozent. Da der Arbeitgeber bereits 15 Prozent davon übernimmt, bleiben für die Studierenden nur noch 3,7 Prozent.

Sozialversicherung im Minijob: Ein Rechenbeispiel

Julia arbeitet 10 Stunden pro Woche in einem Büro. Sie erhält dafür monatlich 450 Euro. Die Sozialversicherung im Minijob wird wie folgt berechnet: Ihr Arbeitgeber zahlt zusätzlich 13 Prozent Krankenversicherung, das entspricht 58,50 Euro. Außerdem trägt Julias Arbeitgeber die Lohnsteuer in Höhe von 2 Prozent, also 9,00 Euro. Die Rentenversicherung wird von beiden getragen: Julia zahlt die Differenz von 3,7 Prozent, das macht 16,65 Euro. Auf ihren Arbeitgeber entfallen 67,50 Euro (15 Prozent). Insgesamt entstehen für den Arbeitgeber Beiträge in einer Höhe von insgesamt 135,00 Euro. Für Julia fallen nur 16,65 Euro an.

Sozialversicherung: Minijob im Privathaushalt

Für Studierende, die in einem Privathaushalt arbeiten, gelten andere Richtlinien für die Sozialversicherung im Minijob: Die Arbeitgeber zahlen lediglich 5 Prozent für die Krankenversicherung. Auch der Beitrag zur Rentenversicherung liegt für die Arbeitgeber nur bei 5 Prozent. Dadurch haben die Arbeitnehmer höhere Abgaben, denn sie zahlen ja die Differenz zum allgemeinen Beitragssatz. Minijobber in einem Privathaushalt übernehmen daher 13,7 Prozent des aktuellen Rentenversicherungsbeitragssatzes von 18,7 Prozent. Die Lohnsteuerabgabe liegt zwar auch bei 2 Prozent, die Arbeitgeber können diese aber an die Arbeitnehmer weitergeben.