Na also!
Deine Bewerbungsunterlagen waren überzeugend und den Einstellungstest hast du auch erfolgreich bestanden. Nun hängt noch alles von deinem Vorstellungsgespräch ab, in dem deine Persönlichkeit und fachliche Kompetenz „live“ unter die Lupe genommen wird. Auch hier gilt: Die „halbe Miete“ ist eine gute Vorbereitung.
Die Bestätigung des Vorstellungstermins
Bestätige die Einladung zu dem Vorstellungsgespräch wenn möglich noch am Tag, an dem du die Nachricht erhalten hast. Es ist dir überlassen, ob du dich telefonisch oder schriftlich bei dem Unternehmen meldest. Falls auf der Einladung dein Ansprechpartner angegeben ist, wende dich direkt an ihn.
Du kannst an diesem Termin nicht? Kein Problem! Du kannst den Termin sicherlich verschieben. Melde dich aber unbedingt frühzeitig.
Informationen zum Unternehmen
Sofern nicht bereits geschehen, hole dir spätestens jetzt konkretere Informationen zu dem Unternehmen, bei dem du dein Vorstellungsgespräch hast. Insbesondere bei größeren Firmen ist es wichtig zu wissen, wo sich der Hauptsitz befindet, welche Niederlassungen im In- und Ausland es gibt, ob wichtige Tochterunternehmen vorhanden sind. Auch ein Blick in die Firmengeschichte kann nie schaden.
Das perfekte Outfit
Kleider machen bekanntlich Leute!
Ein und derselbe Mensch kann in verschiedenen Kleidungen unterschiedlich wirken. Mache dir früh genug Gedanken über dein Bewerbungsoutfit. Es sollte dir das Gefühl geben, kompetent und für den Beruf geeignet auszusehen. Wenn die Schuhe drücken oder das Hemd nicht richtig sitzt, ist es unmöglich konzentriert zu bleiben. Je positiver die Signale sind, die du von deinem Körper bekommst, desto positiver ist deine Körpersprache, die du deinem Gesprächspartner vermittelst.
Deine Körpersprache
Auch dein Körper spricht. Hier findest du einige Hinweise, die besonders gut ankommen und Hinweise, die du auf keinen Fall tun solltest.
Do’s
- Halte Blickkontakt!
- Spreche ruhig, deutlich und langsam; mache kurze Denkpausen
- Signalisiere Offenheit
Dont’s
- Arme verschränken
- Hände in den Hosentaschen
- mit den Händen herumspielen,
- sich beim Sitzen weit zurücklehnen
- mit offenem Mund zuhören
Pünktlichkeit
Am Tag X solltest du geistig und körperlich ausgeruht sein. Schließlich geht es hier um deine berufliche Zukunft. Aber die wichtigste Voraussetzung ist: Sei pünktlich! Plane bei der Anfahrt unangenehme Überraschungen, wie z.B. Staus, Umleitungen oder Zugverspätungen mit ein. Deine Ankunft etwa fünf bis zehn Minuten vor dem Vorstellungsgespräch ist absolut in Ordnung.
Unterlagen
Nehme zu deinem Vorstellungsgespräch deine kompletten Bewerbungsunterlagen mit. Wenn dein Gesprächspartner gerne ein Detail zu deinem Lebenslauf wissen möchte, entlastest du so dein eigenes Gedächtnis. Denn sicherlich bist du ein wenig aufgeregt. Du kannst den betreffenden Teil deiner Unterlagen auf den Tisch legen und bei Fragen sagen: „ Hier in meinem Lebenslauf habe ich dargestellt, dass…!
Fragen
In jedem Bewerbungsgespräch wirst du dich nach dem einleitenden Smalltalk mit konkreten Fragen deines Gesprächspartners auseinander setzen müssen. Aber auch davor musst du keine Angst haben. Denn meist geht es hier um ganz logische Fragen, um deine Beweggründe für die Bewerbung etwas genauer zu hinterfragen, z.B.:
- Erzählen Sie etwas über sich.
- Warum bewerben Sie sich für diese Ausbildung?
- Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in diesem Beruf?
- Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
- Was erwarten Sie für sich von dem Beruf?
- Warum sind Sie für uns der/die richtige Kandidat/in?
- Welche praktischen Erfahrungen haben Sie bisher gesammelt?
- Was möchten Sie in 3/5/10 Jahren erreicht haben?
Tipp: Finde Antworten auf diese Fragen in einer ruhigen Stunde zu Hause und übe anschließend, diese flüssig aber nicht zu monoton zu beantworten. Dein Gegenüber sollte nicht bemerken, dass du deine Antworten nicht nur aus dem Gedächtnis abrufst, sondern deine klaren Worte zu schätzen wissen.
„Haben Sie Fragen an uns?“
In jedem Vorstellungsgespräch gibt es zum Ende der Fragephase einen programmierten Rollenwechsel. Du als Bewerber darfst nun Fragen stellen. An Fragen erkennt man einen motivierenden und kompetenten Bewerber. Stelle aber keine Fragen, die sich leicht aus dem Gespräch hätten klären können. Einen guten Eindruck macht es, wenn du Themen aus dem Gespräch aufgreifst und vertiefst. Somit signalisierst du: Ich habe zugehört!
Abschlussphase
Zum Schluss geht es um einen angenehmen „Abgang“. Man wird sich bei dir für deinen Besuch bedanken. Das Gleiche solltest du ebenfalls tun. Noch ein Hinweis: „Keep smiling.“ Beim Verlassen solltest du vor der Bürotür auf jeden Fall die Contenance behalten. Knalle die Tür nicht zu und atme nicht erleichtert auf. Gehe weiterhin aufrecht.
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