Stabile Beiträge, starke Leistung: Zusatzbeitrag bleibt unverändert

Sie befinden sich hier:
Geld Medikamente und Stethoskop

Eine gute Nachricht für Versicherte: Die BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN (BKK W&F) wird ihren Beitragssatz trotz des aktuell gestoppten Sparpakets stabil halten. So hat es der Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 4. Dezember beschlossen.

„Unsere Finanzlage erlaubt es, den Zusatzbeitrag von 3,99 Prozent zum 1. Januar 2026 unverändert zu belassen“, erklärte Vorständin Maribel Soto Sobrino-Bahri nach der gestrigen Sitzung des Verwaltungsrats. “Auch das bewährte Leistungs- und Serviceangebot bleibt bestehen und wird noch weiter ausgebaut.” So sollen ab 2026 noch mehr gesundheitsförderliche Maßnahmen im Bonusprogramm mit jeweils 20 Euro belohnt werden. Die Nutzung der bisher alle zwei Jahre möglichen sportmedizinischen Untersuchung wird jährlich möglich, der Erstattungsbetrag wurde zudem nochmals auf nun 250 Euro erhöht (vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung).

Maribel Soto Sobrino Bahri


Soto Sobrino-Bahri betonte, dass die BKK W&F ihre gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage zum Jahreswechsel aller Voraussicht nach wieder vollständig aufgefüllt haben wird. „Nach einem herausfordernden Jahr 2024 mit unerwartet hohen Rückzahlungen an den Gesundheitsfonds ist dies auch zwingend notwendig. So können wir uns 2026 gestärkt den weiterhin wachsenden Herausforderungen der Gesetzlichen Krankenversicherung stellen.“


Gleichzeitig rechnet die Vorständin damit, dass andere Krankenkassen ihre Beiträge anheben müssen. „Wer wie wir stabil bleiben kann, informiert seine Mitglieder frühzeitig. Doch vielerorts werden Beitragserhöhungen unvermeidbar sein, um die individuell unterschiedlichen Rücklagen auf das gesetzliche Mindestmaß zu bringen. Der vom Bundesgesundheitsministerium festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent blendet diese zentrale Komponente grundsätzlich aus.“


Hinzu kommt: der Bundesrat hat Ende November kurzfristig das von Kabinett und Bundestag beschlossene Sparpaket zur Stabilisierung der Beiträge für das Jahr 2026 gestoppt. Es sieht Einsparungen von insgesamt 2 Milliarden Euro vor, davon 1,8 Milliarden im Krankenhausbereich und 200 Millionen bei den Krankenkassen.

Das Gesetz wird nun im Vermittlungsausschuss beraten – voraussichtlich am 19. Dezember, also deutlich nach Ablauf der Frist zur Einreichung der Haushaltspläne bei den zuständigen Aufsichtsbehörden.

„Sollte selbst bei diesem kleinen Sparpaket kein Kompromiss erzielt werden, droht noch 2026 eine neue Welle an Beitragserhöhungen“, warnt Soto Sobrino-Bahri.