FAQs für Interessenten

Wie hoch ist der Beitragssatz der BKK W&F?

Der allgemeine Beitragssatz für gesetzlich Krankenversicherte beträgt 14,6 Prozent. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz. Ab Januar 2019 beträgt dieser bei der BKK W&F 1,39 Prozent. Warum der Zusatzbeitrag nur noch halb so wichtig für die Wahl einer Krankenkasse ist, erfahren Sie hier.

Beschäftige und Bezieher einer gesetzlichen Rente
Zum 1. Januar tritt das Versicherten-Entlastungsgesetz (VEG) in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt wird der bislang vom Versicherten alleine getragene Zusatzbeitrag zu 50 Prozent vom Arbeitgeber bezuschusst, so dass die Differenz je 0,1 Prozent auf maximal 2,27 Euro für Höchstbeitragszahler schmilzt (bei einem Gehalt von 3.000 Euro monatlich reduziert sich die Differenz auf 1,50 Euro). Dies gilt auch für Renten der gesetzlichen Rentenversicherung. Nur bei wiederkehrenden Versorgungsbezügen (z.B. Betriebsrenten) trägt der Bezieher den Zusatzbeitrag alleine. 

Bezieher von Arbeitslosengeld I und II
Für einige Personengruppen gilt seit jeher nicht der Zusatzbeitragssatz der eigenen Krankenkasse, sondern der vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitragssatz (2019: 0,9 Prozent). Dies betrifft Versicherte, deren Beiträge von Dritten getragen werden, beispielsweise Bezieher von Arbeitslosengeld II.
Auch für Bezieher von Arbeitslosengeld I hat die Höhe des Zusatzbeitrags keine Bedeutung. Die Agentur für Arbeit übernimmt hier den Beitrag unabhängig von der Höhe des Zusatzbeitrags der Krankenkasse.

Studenten
Die Beiträge von Studenten werden auf Basis des BaföG-Bedarfssatzes in Höhe von derzeit 649 Euro und eines um 30 Prozent vergünstigten allgemeinen Beitragssatzes ermittelt. Einschließlich Zusatzbeitrag beträgt der Beitrag zur Krankenversicherung im Jahr 2019 daher 75,35 Euro (+1,88 Euro im Vergleich zu 2018).

Selbständige
Für Selbständige gilt ab 2019 eine um mehr als 50 Prozent geringere Mindestbemessungsgrundlage der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von 1.038,33 Euro (bisher 2.283,75 Euro).

Familienversicherung
Die Mitversicherung von Ehegatten und Kindern unter den gesetzlichen Einkommensgrenzen bleibt unverändert kostenfrei.

Für die Wahl einer Krankenkasse ist das Leistungsangebot künftig entscheidender denn je.

Warum ist die BKK W&F ein Geheimtipp?

In weniger als drei Bundesländern wählbare Krankenkassen unterliegen der Landesaufsicht des Bundeslandes, in dem sie ihren Verwaltungssitz führen. In mehr als drei Bundesländern geöffnete Krankenkassen unterstehen demgegenüber der Aufsicht des Bundesversicherungsamtes.

Nach dieser Lesart handelt es sich bei der BKK W&F um eine so genannte bundesunmittelbare Krankenkasse, selbst wenn sie in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein aus rechtlichen Gründen nicht gewählt werden kann. Auf die Inanspruchnahme von Leistungen hat dies in den diesen Bundesländern keine Auswirkungen. Durch nachträgliche Umzüge haben wir zudem auch dort mittlerweile eine nennenswerte Anzahl an Versicherten.

Dennoch wird die BKK W&F in vielen Leistungsvergleichen bekannter Medien nicht berücksichtigt, da diese sich häufig nur auf in allen Bundesländern geöffnete Krankenkassen beschränken. Da die BKK W&F zudem fast gänzlich auf kommerzielle Werbung verzichtet, ist die Freundschaftswerbung durch eigene Mitglieder seit vielen Jahren das wichtigste vertriebliche Standbein. Hinzu kommen Interessenten, die sich die Mühe eines bundeslandbezogenen Leistungsvergleiches machen. Hier wird schnell klar, dass die BKK W&F weit mehr als viele große und bekannte Marken leistet. Die BKK W&F hat sich so zu einem echten Geheimtipp entwickelt.

Warum verzichtet die BKK W&F auf ein Gesundheitskonto?

Viele Krankenkassen deckeln zusätzliche Leistungen durch eine gemeinsame Erstattungsobergrenze. Die darin eingeschlossenen Leistungen selbst haben dabei meist nichts miteinander zu tun, schließen sich teilweise gegenseitig aus oder beziehen nicht für Jedermann erreichbare Vorteile für bestimmte Personengruppen ein. 

Geworben wird dabei in der Regel mit einem drei- bis vierstelligen maximalen Betrag. Als Bezeichnung wird dabei häufig der positiv klingende Begriff "Gesundheitskonto" gewählt. Gesteigert wird diese Form der Rationierung mit Gesundheitskonten für ganze Familien.

Im Sinne möglichst verständlicher, fairer und transparenter Angebote verzichtet die BKK W&F auf derartige Konstrukte. Jede Leistung ist daher mit einem einzelnen Wert als Obergrenze ausgestattet so dass auch ein direkter Vergleich mit Gesundheitskonten möglich ist.

Unterscheiden sich Leistungen der BKK W&F von denen anderer Krankenkassen?

Ja. Denn nicht jede Krankenkasse schöpft den gesetzlich möglichen Spielraum für zusätzliche Leistungen über individuelle Satzungsregelungen so konsequent und ohne Hintertüren durch begrenzte Globalbudgets aus wie die BKK W&F.

Die BKK W&F ist ideal für alle, die das beste Gesamtpaket aus zusätzlichen Leistungen über alle Lebensphasen hinweg suchen.

Welche Besonderheiten gelten für bisher bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse familienversicherte Personen?

Sind Sie bislang bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse familienversichert, ist keine Kündigung für einen Wechsel zur BKK W&F notwendig. Dies gilt auch für den Beginn einer Ausbildung. Hier genügt uns ein ausgefüllter Aufnahmeantrag.

Um alle weiteren Formalitäten (Bescheinigungen für Ihren Arbeitgeber) kümmern wir uns im Anschluss gerne für Sie.

Ist auch ein Wechsel aus der privaten Krankenversicherung in die BKK W&F möglich?

Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ist abgesehen von wenigen Ausnahmen grundsätzlich nicht möglich.

Ausnahmen:

  • Durch Aufnahme einer Beschäftigung tritt Krankenversicherungspflicht ein
  • Das Gehalt sinkt unter die jeweils gültige Versicherungspflichtgrenze
  • Bezug von Arbeitslosengeld I 

Wichtig: Tritt eine Pflichtversicherung ein, besteht gegenüber der privaten Versicherung ein Sonderkündigungsrecht zum Beginn der Pflichtversicherung ohne Einhaltung der sonst üblichen Kündigungsfristen. Die Versicherungspflicht ist jedoch ausgeschlossen, wenn der Betroffene

  • das 55. Lebensjahr vollendet hat und
  • in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert war und
  • mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig tätig war.

Bei einem Wechsel innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen gibt es im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung keine Wartezeiten für die Inanspruchnahme von Leistungen.

Was verbirgt sich hinter dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz?

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist eine rechnerische Größe. Der so genannte Schätzerkreis prognostiziert dabei als Expertengremium jedes Jahr im Voraus die Höhe der voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen und die Einnahmen des Gesundheitsfonds für das folgende Kalenderjahr. Auf dieser Grundlage legt das Bundesministerium für Gesundheit den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz fest. Er wird jeweils bis zum 1. November bekannt gegeben und gilt für das komplette folgende Kalenderjahr. 2019 beträgt der amtlich festgesetzte durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 0,9 Prozent.

Er gilt für folgende Personenkreise: 

  • Personen, die Arbeitslosengeld II beziehen
  • Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, sowie an Abklärungen der beruflichen Eignung oder Arbeitserprobung
  • Auszubildende, die im Rahmen eines Berufsausbildungsvertrags nach dem Berufsbildungsgesetzes (BBiG) in einer außerbetrieblichen Einrichtung ausgebildet werden
  • Behinderte Menschen, die in Anstalten, Heimen oder gleichartigen Einrichtungen in gewisser Regelmäßigkeit eine Leistung erbringen, die einem Fünftel der Leistung eines voll erwerbsfähigen Beschäftigten in gleichartiger Beschäftigung entspricht und deren Entgelt 609 Euro (2018) monatlich nicht überschreitet
  • Versicherungspflichtige, die von einem Rehabilitationsträger während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld erhalten
  • Versicherungspflichtige und freiwillig Versicherte, deren Mitgliedschaft während des Wehr- oder Zivildienstes oder einer Eignungsübung erhalten bleibt
  • Mitglieder, die Verletztengeld der Unfallversicherung, Versorgungskrankengeld nach dem Bundesversorgungsgesetz oder vergleichbare Entgeltersatzleistungen beziehen
  • Auszubildende, deren Arbeitsentgelt 325 Euro monatlich nicht übersteigt
  • Versicherte, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) oder einen Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) leisten

Haben die genannten Personengruppen weitere beitragspflichtige Einnahmen, zum Beispiel Renten oder Versorgungsbezüge, gilt für diese Einnahmen der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.

Kann jeder Mitglied der BKK W&F werden?

Die BKK W&F ist eine in vielen Bundesländern frei wählbare gesetzliche Krankenkasse.

Lediglich Personen, die zum Zeitpunkt des Beitrittswunsches in Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern wohnen und arbeiten, können aus rechtlichen Gründen kein Mitglied der BKK W&F werden. Denn Betriebskrankenkassen sind auch im Anschluss an eine Öffnung nur dort wählbar, wo das ehemalige Trägerunternehmen eine unselbständige Betriebsstätte unterhält. Dies ist im Hinblick auf die genannten Bundesländer bei der BKK W&F nicht der Fall.

Wichtig: Die nachträgliche Verlegung des Wohn- oder Arbeitsortes in eines dieser Bundesländer hat keine Auswirkungen auf die Mitgliedschaft. Sie bleibt in diesem Fall selbstverständlich weiterhin bestehen und ist mit keinerlei leistungsrechtlichen Nachteilen verbunden.

Kann der Zusatzbeitrag steuerlich abgesetzt werden?

Es werden alle Beiträge für eine gesetzliche Krankenversicherung angesetzt. Hierzu gehört auch der Zusatzbeitrag, und zwar in vollem Umfang. 

Interessant: Wer durch einen Wechsel mehr für die Krankenversicherung zahlt, muss einen geringeren Bruttolohn versteuern.

Wie funktioniert ein Krankenkassenwechsel?

Sind Sie Mitglied einer anderen Krankenkasse, können Sie unter Berücksichtigung einer Frist von zwei Kalendermonaten zum Monatsende wechseln. Einzige Voraussetzung ist, dass Sie bis zum Wechsel bei der bisherigen Krankenkasse mindestens 18 Monate versichert sind.

Sie erhalten im Anschluss innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung Ihrer alten Kasse, die wir neben Ihrem Aufnahmeantrag innerhalb der Kündigungsfrist benötigen.

Ihre Mitgliedschaft bei der BKK W&F beginnt dann unmittelbar nach Ablauf einer zweimonatigen Kündigungsfrist.

Wer führt den Zusatzbeitrag ab?

Wenn ein Krankenversicherungsbeitrag vom Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger oder der Agentur für Arbeit überwiesen wird, so gilt dies auch für den Zusatzbeitrag.

Zahlen Sie Ihre Beiträge bisher direkt an die BKK W&F, so gilt dies auch für den Zusatzbeitrag.

Stehen mir alle Mehrleistungen der BKK W&F sofort zur Verfügung?

 Ja. Die Mehrleistungen der BKK W&F stehen auch Neukunden sofort zur Verfügung.

Auf bei anderen Krankenkassen weit verbreitete Begrenzungen durch gemeinsame Erstattungsobergrenzen für mehrere Leistungsbereiche, maximale Erstattungshöhen je Familie und Abschläge für Neukunden haben wir im Sinne möglichst verständlicher Angebote bewusst verzichtet. Das satzungsrechtliche Leistungsangebot der BKK W&F bleibt auch 2019 unverändert.

 

Beteiligt sich der Arbeitgeber am Zusatzbeitrag?

Ja, ab 1.1.2019 trägt der Arbeitgeber 50 Prozent des zuvor allein vom Mitglied zu tragenden Zusatzbeitrags. Grund ist eine ensprechende Änderung durch das Versicherten-Entlastungsgesetzes (VEG).

 

Meine Familienmitglieder sind bei mir kostenlos mitversichert, gilt das auch bei der BKK W&F?

Ja. Bei der BKK W&F können Kinder und Ehepartner selbstverständlich beitragsfrei mitversichert werden. Hierbei handelt es sich übrigens um einen gesetzlichen Anspruch und nicht - wie manch andere Krankenkasse es gerne darstellt - ein besonderes Angebot einzelner Krankenkassen.

Mehr Informationen zu diesem Thema einschließlich Antrag auf Familienversicherung finden Sie hier.

 

Basiert der Zusatzbeitrag der BKK W&F auf dem Einkommen der Mitglieder?

Nein. Damit die unterschiedliche Einkommensstruktur der Mitglieder der Krankenkassen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen für einzelne Krankenkassen führt, gibt es einen vollständigen Einkommensausgleich.

Dadurch werden alle Krankenkassen in Bezug auf die Höhe der beitragspflichtigen Einkommen ihrer Mitglieder rechnerisch gleich gestellt.

Auch der Zusatzbeitragssatz der BKK W&F basiert daher nicht auf dem Einkommen ihrer Mitglieder, sondern auf dem durchschnittlichen Einkommen aller Krankenkassen. Über diesen Weg zu viel eingesammelte Gelder werden über den Gesundheitsfonds an Kassen mit einem unterdurchschnittlichem Einkommensniveau weitergeleitet. Dies gilt selbst dann, wenn die Kasse mit einem unterdurchschnittlichen Einkommensniveau dadurch einen geringeren Zusatzbeitrag anbieten kann. Diese Wettbewerbsverzerrung nimmt der Gesetzgeber bewusst in Kauf.