FAQs

Was verbirgt sich hinter dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz?

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist eine rechnerische Größe. Der so genannte Schätzerkreis prognostiziert dabei als Expertengremium jedes Jahr im Voraus die Höhe der voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen und die Einnahmen des Gesundheitsfonds für das folgende Kalenderjahr. Auf dieser Grundlage legt das Bundesministerium für Gesundheit den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz fest. Er wird jeweils bis zum 1. November bekannt gegeben und gilt für das komplette folgende Kalenderjahr. 2017 beträgt der amtlich festgesetzte durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 1,1 Prozent.

Er gilt für folgende Personenkreise: 

  • Personen, die Arbeitslosengeld II beziehen
  • Personen, die in Einrichtungen der Jugendhilfe für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, sowie an Abklärungen der beruflichen Eignung oder Arbeitserprobung
  • Auszubildende, die im Rahmen eines Berufsausbildungsvertrags nach dem Berufsbildungsgesetzes (BBiG) in einer außerbetrieblichen Einrichtung ausgebildet werden
  • Behinderte Menschen, die in Anstalten, Heimen oder gleichartigen Einrichtungen in gewisser Regelmäßigkeit eine Leistung erbringen, die einem Fünftel der Leistung eines voll erwerbsfähigen Beschäftigten in gleichartiger Beschäftigung entspricht und deren Entgelt 581 Euro (2016) monatlich nicht überschreitet
  • Versicherungspflichtige, die von einem Rehabilitationsträger während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld erhalten
  • Versicherungspflichtige und freiwillig Versicherte, deren Mitgliedschaft während des Wehr- oder Zivildienstes oder einer Eignungsübung erhalten bleibt
  • Mitglieder, die Verletztengeld der Unfallversicherung, Versorgungskrankengeld nach dem Bundesversorgungsgesetz oder vergleichbare Entgeltersatzleistungen beziehen
  • Auszubildende, deren Arbeitsentgelt 325 Euro monatlich nicht übersteigt
  • Versicherte, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) oder einen Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) leisten

Haben die genannten Personengruppen weitere beitragspflichtige Einnahmen, zum Beispiel Renten oder Versorgungsbezüge, gilt für diese Einnahmen der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.

Hinweis: Da der Zusatzbeitrag der BKK W&F identisch mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent ist, ergeben sich für Mitglieder der BKK W&F aus dieser gesetzlichen Sonderregelung keine Abweichungen für die genannten Personengruppen.

Kann der Zusatzbeitrag steuerlich abgesetzt werden?

Es werden alle Beiträge für eine gesetzliche Krankenversicherung angesetzt. Hierzu gehört auch der Zusatzbeitrag, und zwar in vollem Umfang. Je nach individueller Steuerklasse reduziert sich die tatsächliche Belastung durch einen höheren Zusatzbeitrag daher um bis zu 50 Prozent.

Wer führt den Zusatzbeitrag ab?

Wenn ein Krankenversicherungsbeitrag vom Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger oder der Agentur für Arbeit überwiesen wird, so gilt dies auch für den Zusatzbeitrag.

Zahlen Sie Ihre Beiträge bisher direkt an die BKK W&F, so gilt dies auch für den Zusatzbeitrag.

Beteiligt sich der Arbeitgeber am Zusatzbeitrag?

Nein. Der Zusatzbeitrag ist vom Mitglied allein zu tragen.

Basiert der Zusatzbeitrag der BKK W&F auf dem Einkommen der Mitglieder?

Nein. Damit die unterschiedliche Einkommensstruktur der Mitglieder der Krankenkassen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen für einzelne Krankenkassen führt, gibt es einen vollständigen Einkommensausgleich.

Dadurch werden alle Krankenkassen in Bezug auf die Höhe der beitragspflichtigen Einkommen ihrer Mitglieder rechnerisch gleich gestellt.

Auch der Zusatzbeitragssatz der BKK W&F basiert daher nicht auf dem Einkommen ihrer Mitglieder, sondern auf dem durchschnittlichen Einkommen aller Krankenkassen. Über diesen Weg zu viel eingesammelte Gelder werden über den Gesundheitsfonds an Kassen mit einem unterdurchschnittlichem Einkommensniveau weitergeleitet. Dies gilt selbst dann, wenn die Kasse mit einem unterdurchschnittlichen Einkommensniveau dadurch einen geringeren Zusatzbeitrag anbieten kann. Diese Wettbewerbsverzerrung nimmt der Gesetzgeber bewusst in Kauf.

Unterscheiden sich Leistungen der BKK W&F von denen anderer Krankenkassen?

Ja. Denn nicht jede Krankenkasse schöpft den gesetzlich möglichen Spielraum für zusätzliche Leistungen über individuelle Satzungsregelungen so konsequent und ohne Hintertüren durch begrenzte Globalbudgets aus wie die BKK W&F.

Die BKK W&F ist ideal für alle, die das beste Gesamtpaket aus zusätzlichen Leistungen über alle Lebensphasen hinweg suchen.

Wie hoch die der Beitragssatz der BKK W&F?

Der allgemeine Beitragssatz für gesetzlich Krankenversicherte beträgt derzeit 14,6 Prozent. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz. Bei der BKK W&F sind dies auch 2017 1,1 Prozent.

Für Arbeitnehmer ergibt sich so insgesamt ein Beitragssatz von 15,7 Prozent. Einen Teil dieses Beitragssatzes zahlt der Arbeitgeber (7,3 Prozent), den anderen Teil tragen die Beschäftigten selbst (7,3 Prozent plus kassenindividueller Zusatzbeitragssatz). Bei der BKK W&F trägt der Beschäftigte somit 8,4 Prozent. 

Mehr Informationen zu den Beiträgen für weitere Personengruppen finden Sie unter https://www.bkk-wf.de/versicherung/

 

 

Stehen mir die Mehrleistungen der BKK W&F uneingeschränkt zur Verfügung?

 Ja. Die Mehrleistungen der BKK W&F stehen -auch Neukunden- sofort zur Verfügung.

Auf bei anderen Krankenkassen weit verbreitete Begrenzungen durch gemeinsame Erstattungsobergrenzen für mehrere Leistungsbereiche, maximale Erstattungshöhen je Familie und Abschläge für Neukunden haben wir im Sinne möglichst verständlicher Angebote bewusst verzichtet.

Warum ist die BKK W&F ein Geheimtipp?

In weniger als drei Bundesländern wählbare Krankenkassen unterliegen der Landesaufsicht des Bundeslandes, in dem sie ihren Verwaltungssitz führen. In mehr als drei Bundesländern geöffnete Krankenkassen unterstehen demgegenüber der Aufsicht des Bundesversicherungsamtes.

Nach dieser Lesart handelt es sich bei der BKK W&F um eine so genannte bundesunmittelbare Krankenkasse, auch wenn sie in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein aus rechtlichen Gründen nicht gewählt werden kann. Auf die Inanspruchnahme von Leistungen hat dies in den diesen Bundesländern keine Auswirkungen. Durch nachträgliche Umzüge haben wir zudem auch dort mittlerweile eine nennenswerte Anzahl an Versicherten.

Dennoch wird die BKK W&F in vielen Leistungsvergleichen bekannter Medien nicht berücksichtigt, da diese sich häufig nur auf in allen Bundesländern geöffnete Krankenkassen beschränken. Da die BKK W&F zudem fast gänzlich auf kommerzielle Werbung verzichtet, ist die Freundschaftswerbung durch eigene Mitglieder seit vielen Jahren das wichtigste Standbein aus vertrieblicher Sicht. Dadurch hat sich die BKK W&F zu einem echten Geheimtipp entwickelt.

Ist auch ein Wechsel aus der privaten Krankenversicherung in die BKK W&F möglich?

Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung ist abgesehen von wenigen Ausnahmen grundsätzlich nicht möglich.

Ausnahmen:

  • Durch Aufnahme einer Beschäftigung tritt Krankenversicherungspflicht ein
  • Das Gehalt sinkt unter die jeweils gültige Versicherungspflichtgrenze
  • Bezug von Arbeitslosengeld I 

Wichtig: Tritt eine Pflichtversicherung ein, besteht gegenüber der privaten Versicherung ein Sonderkündigungsrecht zum Beginn der Pflichtversicherung ohne Einhaltung der sonst üblichen Kündigungsfristen. Die Versicherungspflicht ist jedoch ausgeschlossen, wenn der Betroffene

  • das 55. Lebensjahr vollendet hat und
  • in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert war und
  • mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig tätig war.

Bei einem Wechsel innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen gibt es im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung keine Wartezeiten für die Inanspruchnahme von Leistungen.

Welche Besonderheiten gelten für bisher bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse familienversicherte Personen?

Sind Sie bislang bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse familienversichert, ist keine Kündigung für einen Wechsel zur BKK W&F notwendig. Dies gilt auch für den Beginn einer Ausbildung. Hier genügt uns ein ausgefüllter Aufnahmeantrag.

Um alle weiteren Formalitäten (Bescheinigungen für Ihren Arbeitgeber) kümmern wir uns im Anschluss gerne für Sie.

Welche Sonderkündigungsrechte gibt es?

Verlangt oder erhöht Ihre bisherige Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, haben Sie bis zur erstmaligen Fälligkeit ein Sonderkündigungsrecht. Die gesetzliche Bindungsfrist von mindestens 18 Monaten ist wird in diesem Fall aufgehoben.

Ihre Mitgliedschaft endet aber auch in diesem Fall mit der normalen Frist von zwei vollen Kalendermonaten zum Ende des Monats.

Kann jeder Mitglied der BKK W&F werden?

Die BKK W&F ist eine in vielen Bundesländern frei wählbare gesetzliche Krankenkasse.

Lediglich Personen, die zum Zeitpunkt des Beitrittswunsches in Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern wohnen und arbeiten, können aus rechtlichen Gründen kein Mitglied der BKK W&F werden. Denn Betriebskrankenkassen sind auch im Anschluss an eine Öffnung nur dort wählbar, wo das ehemalige Trägerunternehmen eine unselbständige Betriebsstätte unterhält. Dies ist im Hinblick auf die genannten Bundesländer bei der BKK W&F nicht der Fall.

Wichtig: Die nachträgliche Verlegung des Wohn- oder Arbeitsortes in eines dieser Bundesländer hat keine Auswirkungen auf die Mitgliedschaft. Sie bleibt in diesem Fall selbstverständlich weiterhin bestehen und ist mit keinerlei leistungsrechtlichen Nachteilen verbunden.

Wie funktioniert ein Krankenkassenwechsel?

Sind Sie Mitglied einer anderen Krankenkasse, können Sie unter Berücksichtigung einer Frist von zwei Kalendermonaten zum Monatsende wechseln. Einzige Voraussetzung ist, dass Sie bis zum Wechsel bei der bisherigen Krankenkasse mindestens 18 Monate versichert sind.

Sie erhalten im Anschluss innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung Ihrer alten Kasse, die wir neben Ihrem Aufnahmeantrag innerhalb der Kündigungsfrist benötigen.

Ihre Mitgliedschaft bei der BKK W&F beginnt dann unmittelbar nach Ablauf einer zweimonatigen Kündigungsfrist.

Stehen mir alle Mehrleistungen der BKK W&F sofort zur Verfügung?

 Ja. Die Mehrleistungen der BKK W&F stehen auch Neukunden sofort zur Verfügung.

Auf bei anderen Krankenkassen weit verbreitete Begrenzungen durch gemeinsame Erstattungsobergrenzen für mehrere Leistungsbereiche, maximale Erstattungshöhen je Familie und Abschläge für Neukunden haben wir im Sinne möglichst verständlicher Angebote bewusst verzichtet.

 

 

Meine Familienmitglieder sind bei mir kostenlos mitversichert, gilt das auch bei der BKK W&F?

Ja. Bei der BKK W&F können Kinder und Ehepartner selbstverständlich beitragsfrei mitversichert werden. Hierbei handelt es sich übrigens um einen gesetzlichen Anspruch und nicht - wie manch andere Krankenkasse es gerne darstellt - ein besonderes Angebot einzelner Krankenkassen.

Mehr Informationen zu diesem Thema einschließlich Antrag auf Familienversicherung finden Sie hier.