Hilfsmittel

Erfolg sichern, Behinderung vorbeugen oder ausgleichen

Ein junger Mann stellt die Fußrasten eines Patienten im Rollstuhl ein.

Hilfsmittel: Selbstverständlich für gesetzliche Krankenkassen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Hilfsmittel, wenn sie im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine bereits vorhandene Behinderung auszugleichen. Zu Hilfsmitteln zählen beispielsweise Inkontinenzhilfen, Kompressionsstrümpfe, Schuheinlagen, Prothesen und Orthesen aber auch Rollstühle und Hörgeräte.

Leistungsumfang 

Grundsätzlich ist die Kostenübernahme für Hilfsmittel durch die gesetzliche Krankenversicherung nur möglich, wenn die Produkte im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind. Der GKV-Spitzenverband hat dazu ein strukturiertes Verzeichnis erstellt, welches online unter https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/ zu finden ist.

Die Leistungserbringer wiederum müssen zur ordnungsgemäßen, fachgerechten Ausübung ihres Berufes befähigt sein und die Anforderungen an die technische und persönliche Eignung bzw. Leistungsfähigkeit erfüllen. Dazu müssen auch die gegebenenfalls erforderlichen berufsrechtlichen Voraussetzungen (z. B. Gewerbe- oder Handwerksrecht) eingehalten werden. Um individuelle Eignungsprüfungen zu vermeiden, wurde dafür ein sogenanntes Präqualifizierungsverfahren auf Basis von Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes eingeführt.  

Versicherte der BKK W&F können grundsätzlich alle präqualifizierten Leistungserbringer in Anspruch nehmen. Für die Prüfung einer Kostenübernahme benötigen wir lediglich einen Kostenvoranschlag der geplanten Versorgung. Dieser wird in der Regel elektronisch vom Leistungserbringer an uns übermittelt.

Als Zuzahlung leisten Versicherte einen Betrag in Höhe von 10 Prozent des Abgabepreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro. Es sind jedoch nie mehr als die Kosten des jeweiligen Mittels zu entrichten. Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln beträgt die Zuzahlung 10 Prozent des insgesamt von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrages, höchstens jedoch 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf.


Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).