Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

Bis zu 10 Arbeitstage pro Jahr und Kind

Ein Arzt spricht mit einem im Bett liegenden Kind.

Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes: Entgeltersatz bei Pflege eines erkrankten Kindes in häuslicher Umgebung.

Berufstätige Eltern können Kinderkrankengeld erhalten, wenn sie ihr erkranktes Kind zu Hause versorgen müssen und daher kein Arbeitsentgelt bekommen. Konkret: Erkrankt ein versichertes Kind, so erhalten Versicherte ohne Anspruch auf bezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber Kinderkrankengeld für bis zu 10 Arbeitstage pro Jahr und je Kind (insgesamt maximal 25 Arbeitstage). Für Alleinstehende verdoppelt sich der Anspruch auf 20 Arbeitstage je Kind bzw. 50 Tage insgesamt. Dies gilt für den Vater genauso wie für die Mutter.

Voraussetzungen

  • Sie sind berufstätig und erhalten für die Zeit der Kinderpflege kein Arbeitsentgelt.
  • Ihr Kind ist gesetzlich versichert.
  • In Ihrem Haushalt gibt es niemanden, der an Ihrer Stelle Ihr Kind pflegen könnte.
  • Sie selbst sind mit Anspruch auf Krankengeld bei uns versichert.
  • Ein Arzt bescheinigt, dass Ihr erkranktes Kind beaufsichtigt, betreut oder gepflegt werden muss
  • Ihr Kind ist jünger als 12 Jahre. Wenn es behindert und auf Hilfe angewiesen ist, gibt es keine Altersgrenze. 

Höhe des Krankengeldes

Als Kinderkrankengeld erhalten Sie 70 Prozent Ihres beitragspflichtigen Brutto-Arbeitsentgelts oder Arbeitseinkommens, maximal aber 90 Prozent Ihres regelmäßigen Nettoarbeitsentgelts betragen. Das maximale Krankengeld beträgt 96,25 Euro (2015) pro Kalendertag. Zahlen Sie aus Ihrem Arbeitsentgelt Beiträge zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, fallen diese Beiträge auch beim Kinderkrankengeld an. Wie bei einem Gehalt zahlen Sie aber nur die Hälfte der Beiträge. Den anderen Anteil übernimmt die BKK W&F. In der Krankenversicherung sind Sie in dieser Zeit beitragsfrei versichert.


Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).