Krankengeld

Entgeltersatz bei längerer Krankheit

Ein Stift liegt auf eine Gehaltsabrechnung.

Krankengeld: Unverzichtbarer Entgeltersatz bei längerer Krankheit.

Bei langwierigen Erkrankungen übernimmt die BKK W&F bei mehr als geringfügig Beschäftigten den Verdienstausfall durch Zahlung des so genannten Krankengeldes, wenn die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber erschöpft ist.

Höhe

Die Höhe des Krankengeldes ist gesetzlich vorgeschrieben: Es beträgt 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes bis zu einem Höchstbetrag von 105,88 Euro (2019) pro Tag. Bei der Berechnung der Krankengeldhöhe werden auch die Einmalzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld) berücksichtigt, für die Beiträge gezahlt wurden. Vom Krankengeld abgezogen werden anschließend noch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die BKK W&F übernimmt dabei in der Regel die Hälfte der Beiträge. Zur Krankenversicherung sind keine Beiträge zu entrichten.

Zeitraum

Ist der Zeitraum von in der Regel sechs Wochen für die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber abgelaufen, versenden wir die Unterlagen für die Berechnung des Krankengeldes automatisch. Grundsätzlich zahlt die BKK W&F Krankengeld, solange man arbeitsunfähig ist.

Für die selbe Erkrankung besteht für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren Anspruch auf Krankengeld. Es wird dabei generell rückwirkend gezahlt, und zwar bis zu dem Tag, an dem ein Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt hat. Wichtig ist, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von einer Woche nach Ausstellung durch den Arzt bei der Krankenkasse vorliegen muss. Liegt die Bescheinigung nicht innerhalb dieser Frist vor, ruht der Anspruch auf Krankengeld. Eine Krankengeldzahlung ist während eines Ruhenszeitraumes rechtlich nicht möglich.

Downloads
2019_Krankengeld_01.pdf

Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).