U-Untersuchungen

Grundlage für die gesunde Entwicklung von Kindern

Eine Ärztin untersucht ein kleines Kind.

Kinderuntersuchungen - Die Us: Grundleistungen für Kinder aller gesetzlichen Krankenkassen.

Gleich nach der Geburt werden Babys intensiv untersucht: die erste einer Reihe von Vorsorgeuntersuchungen. U-Untersuchungen sind keine Pflicht, können aber wichtig für das Kindeswohl sein. Gleich sechs Untersuchungen stehen dabei allein im ersten Lebensjahr auf dem Plan, um frühzeitig Erkrankungen und Fehlentwicklungen zu erkennen. 

Vom Kinderarzt überprüft werden grundsätzlich immer Gewicht, Größe und Reflexe Außerdem hört der Arzt das Kind ab, tastet durch die Bauchdecke die großen Organe ab und wirft einen Blick auf die Haut. Damit die Angebote nicht in Vergessenheit geraten, erhalten Sie von uns rechtzeitig eine schriftliche Einladung.

Im Überblick: Schwerpunkte der gesetzlichen Kinderuntersuchungen:

  • U1 - Unmittelbar nach der Geburt: Geprüft werden Atmung, Herztätigkeit, Reflexe, Muskelspannung sowie Hautfarbe (gibt Auskunft über die Sauerstoffversorgung des Babys).
  • U2 - Erste Lebenswoche: Im Mittelpunkt stehen Reflexe, Beweglichkeit, Funktion von Herz und Lunge sowie der Stoffwechsel (Fahndung nach angeborenen Stoffwechselstörungen, die, unbehandelt, zu schweren Störungen führen würden).
  • U3 - Vierte bis sechste Woche: Kopfwachstum, Fontanellen-Zustand, Hüftentwicklung (sofern nicht schon in der Geburtsklinik eine Ultraschall-Untersuchung gemacht worden ist). Erfragt werden Trinkverhalten und Schlafgewohnheiten, denn dies lässt Rückschlüsse auf das Befinden des Babys zu. Getestet werden altersgerechte Bewegungen sowie Hörvermögen und Augenreaktion.
  • U4 - Dritter bis vierter Monat: Das Hauptaugenmerk die Untersuchung liegt auf der motorischen Entwicklung, auf dem Hör- und Sehvermögen und auf ersten Signalen der Kontaktfähigkeit. Mit Einverständnis der Eltern beginnen zudem die empfohlenen Impfungen.
  • U5 - Sechster bis siebter Monat: Untersuchungsschwerpunkte sind in diesem Alter Sehvermögen, Gleichgewichtssinn und Muskelspannung. Hier wird beispielsweise geprüft, ob das Baby seinem Gegenüber in die Augen sieht, ob es „brabbelt“ und nach Dingen greift, die man ihm hinhält. Außerdem sollte sich das Baby nun von der Rücken- in die Bauchlage drehen und sich mit geöffneten Händchen abstützen können, um die Bauchlage zu halten.
  • U6 - Zehnter bis zwölfter Monat: Neben dem Seh- und Hörvermögen und der Beweglichkeit wird jetzt das Verhalten des Babys insgesamt beobachtet bzw. abgefragt: Ist es neugierig oder eher scheu? Kann es krabbeln und sitzen? Zieht es sich schon zum Stehen hoch, oder läuft es vielleicht sogar schon ein paar Schritte? Reagiert es auf vertraute Geräusche? Kann das Kind vom Löffel essen? Kann es vertraute Bilder wiedererkennen (z. B. in Tierbüchern)? Versucht es, Klötzchen in die passenden Öffnungen zu stecken? Außerdem wichtig: Spricht das Kind schon erste Wörter?
  • U7 - 21. bis 24. Lebensmonat: Der Arzt möchte bei dieser Untersuchung sehen, ob das Kind ohne Unterstützung laufen kann, ob es sich bücken und wieder aufrichten kann. Wieder mit im Programm ist die Prüfung des Hör- und Sehvermögens. Es wird geprüft, ob das Kind bekannte Gegenstände benennen kann, auf einfache Fragen reagiert, und in der Lage ist, Zweiwortsätze zu bilden. Außerdem wird erfragt, inwieweit die Kontrolle von Blase und Darm schon funktioniert.
  • U7a - 34. bis 36. Lebensmonat: Die noch relativ junge U7a dient  unter anderem der möglichst frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen beziehungsweise deren Risikofaktoren. Darüber hinaus untersucht der Kinderarzt Sprachentwicklungsstörungen und überprüft die allgemeine Entwicklung Ihres Kindes.
  • U8 - 43. bis 48. Lebensmonat: Bei diesem Untersuchungstermin wird erneut das Seh- und Hörvermögen intensiv getestet. Darüber hinaus wird geprüft, ob der Zuckerstoffwechsel normal funktioniert. Auch körperliche Geschicklichkeit -Kann das Kind auf einem Bein stehen?-, Entwicklung der Sprache sowie Kontaktfähigkeit, Sozialverhalten und Selbstständigkeit werden untersucht.
  • U9 - 5. Lebensjahr: Da nun die Einschulung nicht mehr weit ist, geht es bei diesem Termin noch einmal ganz intensiv um Hör- und Sehvermögen, um Sprach-, Kontakt und Kommunikationsfähigkeit, um Selbstständigkeit und Konzentration.
  • J1 - 13. bis 15. Lebensjahr: Die Jugendgesundheitsuntersuchung prüft, ob die Pubertätsentwicklung normal verläuft. Aber auch die seelische Situation des Jugendlichen wird beleuchtet, wie etwa Probleme mit den Eltern oder in der Schule. Zur Untersuchung gehören zudem die Überprüfung des Impfstatus, eine Blutuntersuchung sowie ein Aufklärungsgespräch zu Sexualität und Suchtgefahren

Kosten

Die Teilnahme an diesen Untersuchungen ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei.


Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).