Zahnersatz

Befundbezogene Festzuschüsse

Eine Zahntechnikerin bei der Arbeit.

Zahnersatz: Zuschusshöhe abhängig von Nutzung der kostenfreien Vorsorgeangebote.

Zahnersatz ist ein Sammelbegriff für jegliche Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne, beispielsweise durch festsitzenden Zahnersatz (Kronen, Brücken), herausnehmbarer Zahnersatz (Vollprothese, Klammerprothese, Teleskop-Prothese) oder Zahnimplantate.

Leistungsumfang

Wenn Zahnersatz benötigt wird, erhalten Versicherte einen gesetzlichen Festzuschuss. Dieser beträgt ab dem 1. Oktober 2020 mindestens 60 Prozent der sogenannten Regelversorgung. Sie deckt die Kosten einer Behandlung, die bei dem vorliegenden Befund als Standardtherapie definiert ist. Die Wahl einer höherwertigern Versorgung ist möglich, erhöht aber den Zuschuss nicht. Kann eine regelmäßige Vorsorge über die letzten fünf abgelaufenen Kalenderjahre belegt werden, erhöht sich der Festzuschuss auf 70 Prozent. Werden die letzten 10 Jahre lückenlos nachwiesen, steigt der Zuschuss auf 75 Prozent. Werden nur 9 der letzten 10 Jahre nachgewiesen, ist in begründeten Ausnahmefällen eine einmalige Unterbrechnung ab dem 1. Oktober 2020 folgenlos.

Eine Corona-Sonderregel gilt 2020 für Kinder und Jugendliche: wer aufgrund der Pandemie die Vorsorge im ersten Halbjahr nicht wahrnehmen konnte, verliert nicht automatisch den vollständigen Bonusanspruch.


Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).