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Präventionsprojekt in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Pflege ohne Kopfschmerz

Beschäftigte in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen helfen ihren Patientinnen und Patienten, ihre Gesundheit zu erhalten. In der Corona- Pandemie obliegt ihnen dabei mehr denn je die Fürsorge für besonders gesundheitlich gefährdete Personengruppen. Die im Jahr 2019 gestartete Aktion „Pflege ohne Kopfschmerz“ zur Kopfschmerzprävention in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen bietet nicht nur in der Pandemie Hilfen, um die Gesundheit der Pflegenden zu stärken, denn Kopfschmerzen sind auch hier ein ständiger Begleiter. Die BKK W&F unterstützt das Projekt seit 2021 als Maßnahme zur Prävention in der stationären Pflege.


Die WHO zählt Kopfschmerzen zu den am meisten behindernden Erkrankungen weltweit. 66,7 Prozent der Frauen und 53,2 Prozent der Männer in Deutschland leiden regelmäßig darunter. Migräne, Spannungskopfschmerz und Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch sind am weitesten verbreitet. Meist werden Kopfschmerzen von den Betroffenen selbst, aber auch von der Gesellschaft nicht als eigenständige Erkrankung wahrgenommen. Dann werden sie mit frei verkäuflichen Medikamenten und ohne ärztliche Betreuung bekämpft. Die wenigsten Menschen wissen, wie Kopfschmerzen entstehen und wie sie ihnen vorbeugen können.

Angebote

Während der „Aktion Pflege ohne Kopfschmerz“ werden die teilnehmenden Einrichtungen umfassend von Experten des Projektträgers ZIES gGmbH beraten und unterstützt. Neben Webinaren und Schulungen werden Medien bereitgestellt. Dazu gehören insbesondere die Unterstützungsangebote „Kopfschmerzwissen“ und „Headache Hurts“. Beide Angebote beinhalten jeweils einen medizinischen Ratgeber, eine medizinisch zertifizierte Applikation und ein Informationsportal. Die Informationsportale bieten zusätzlich jeweils einen Erklärfilm mit den wichtigsten Informationen des jeweiligen Ratgebers und ein Audioangebot zur progressiven Muskelentspannung.

Nachweislich wirksam

Evaluationen der bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, dass bis zu 80 Prozent kopfschmerzbetroffene und über 60 Prozent kopfschmerzfreie Personen das während der zeitlich begrenzten Aktion erlernte Wissen anwenden. Bei fast 70 Prozent der kopfschmerzbetroffenen Personen stellte sich eine Linderung der Beschwerden ein.

Go online: Mehr Informationen zu diesem und weiteren Gesundheitsprojekten der BKK W&F finden Sie unter bkk-wf.de/gesundheitsprojekte.

Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz
Migräne

„Die wenigsten Menschen wissen, was sie selbst gegen Kopfschmerz unternehmen können, und greifen voreilig zur Tablette. Deshalb ist die Vermittlung von Kompetenzen in der Kopfschmerzprävention ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Wir bereiten unsere Inhalte so auf, dass die verschiedenen Zielgruppen ein Angebot wählen können, das am besten zu ihnen passt.“

Karin Frisch, Geschäftsführerin der ZIES gGmbH
KarinFrisch

Mehr Information

Einige Medien des Projekts sind frei zugänglich und kostenlos:

Bildquellen: Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES) gemeinnützige Gesellschaft mbH

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