Beiträge und Steuern

Kranken- und Pflegeversicherungsbeitröge werden bereits seit einigen Jahren ebenso wie Zahlungen aus Wahltarifen und Bonusprogrammen steuerlich berücksichtigt. Abhängig von der Form einer Beitragszahlung übermitteln Arbeitgeber, Rentenversicherung oder Krankenkasse diese Daten auf elektronischem Weg direkt an die Finanzbehörden. 

Beiträge und Steuern - Fragen & Antworten

Wer übermittelt Daten an die Finanzbehörden?

Für Arbeitnehmer übermittelt der Arbeitgeber die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Dies geschieht automatisch mit der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzverwaltung. Das gilt auch für freiwillig versicherte Arbeitnehmer, bei denen der Arbeitgeber die Beiträge an die Krankenkasse abführt. Für Bezieher einer gesetzlichen Rente übernimmt der Rentenversicherungsträger die Meldung.

Zahlen Sie Ihre Beiträge direkt an uns , übermitteln wir die Daten. Dies gilt auch für Zahlungen aus Wahltarifen oder Bonusprogrammen.

Welche Daten werden übermittelt?

Gemeldet werden neben Entgeltersatzleistungen gezahlte oder erstattete Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Zahlungen aus Wahltarifen und Bonusprogrammen. Nimmt ein mitversicherter Familienangehöriger an einem Bonusprogramm teil, werden die Zahlungen beim Mitglied gemeldet.

Hinweis: Zahlungen aus den Bonusprogrammen der BKK W&F sind auch nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 1. Juni 2016 (X R 17/15) zu melden. Da es sich um pauschale Zahlungen (100 Euro für Erwachsene, 50 für Neugeborene, 30 für Kinder und Jugendliche) handelt, gelten diese steuerrechtlich auch weiterhin als Beitragsrückerstattung. Nicht zu melden sind ausschließlich Zahlungen aus Bonusprogrammen, in denen eine Erstattung zuvor entstandener Kosten für Leistungen außerhalb des regulären Versicherungsumfangs erfolgte.

Warum kann man der Übermittlung nicht mehr widersprechen?

Für die Steuerjahre 2010 bis 2018 musste in die Datenübermittlung schriftlich eingewilligt werden, alternativ bestand ein Widerspruchsrecht. Nicht erteilte Zustimmungen und erhobene Widersprüche gelten aufgrund einer gesetzlichen Änderung ab dem Steuerjahr 2019 nicht mehr, nun sind alle Beitragsdaten an die Finanzverwaltung zu übermitteln.