Elektronische Gesundheitskarte

Wichtig: Nur noch mit G2-Karte zum Arzt

Sie ist klein, handlich und Eintrittskarte zu Leistungen bei Ärzten und Krankenhäusern: die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Ihr integrierter Chip speichert die Versicherungsdaten, das aufgedruckte Passbild schützt vor Missbrauch. Die aktuelle Kartengeneration "G2" kann mehr als ihre Vorgänger.

Und die nächste Kartengeneration steht schon in den Startlöchern: 2020 beginnt die Ausgabe der auch optisch neu gestalteten Kartengeneration "G2.1".

Elektronische Gesundheitskarte - Fragen & Antworten

 

Was kann die elektronische Gesundheitskarte? Welche Karte ist die richtige? Und wo kann ich ein Bild hochladen? Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

Wo kann ich mein Foto elektronisch hochladen?

Rechtzeitig zum Beginn Ihrer Mitgliedschaft erhalten Sie - in der Regel gemeinsam mit einer Mitgliedsbescheinigung - von uns mit der Post einen Kartenantrag, auf dem Sie das Lichtbild aufkleben können.

Sie können uns Ihr Lichtbild ab diesem Zeitpunkt aber gerne auch elektronisch zur Verfügung stellen. Nutzen Sie dazu bitte das nachfolgende Upload-Modul (per E-Mail eingehende Bilder können wir in Ermangelung einer ausreichenden Identifikation nicht verarbeiten). Ihr Bild wird in diesem Fall an unseren Auftragsverarbeiter PAV Card GmbH aus Lütjensee übertragen, ausführender Kartenproduzent ist die Comcard GmbH aus Falkenstein.

Geben Sie zuerst die 9-stellige Nummer unserer Kasse (105......) und Ihre Versichertennummer ein. Liegt Ihr Mitgliedschaftsbeginn in der Zukunft und sind Ihnen diese Angaben bisher noch nicht bekannt, bitten wir Sie noch um etwas Geduld. Sobald der Upload technisch möglich ist, schreiben wir Sie automatisch an. 

Welche Anforderungen gibt es an das Lichtbild?

Für die Ausstellung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) benötigen wir ein Lichtbild in Passfotoformat. Es muss nicht von einem Fotografen gemacht werden, aber bestimmte Kriterien erfüllen:

  • einteiliges Farbbild im Hochformat bzw. in einem verwendbaren Format ohne abgerundete Ecken
  • die Abbildung zeigt einen menschlichen Kopf
  • die Höhe der Gesichtsdarstellung auf dem Farbbild beträgt mindestens 32 mm (gemessen vom Haaransatz bis zum Kinn)
  • das Gesicht ist zentriert auf dem Foto platziert
  • das Gesicht ist in allen Bereichen klar und scharf abgebildet
  • das Gesicht ist in allen Teilen gleichmäßig ausgeleuchtet
  • die Bilddarstellung bietet eine ausreichende Helligkeit und ist ausreichend kontrastreich, um eine gute Farb-/Graustufen-Wiedergabe zu ermöglichen
  • der Bildhintergrund bietet einen deutlichen Kontrast zu Gesicht und Haaren
  • der Bildhintergrund zeigt keine störenden Konturen
  • auf dem Bild sind keine weiteren Personen oder Gegenstände zu sehen
  • die Hauttöne sind natürlich und ohne jeglichen Farbstich wiedergegeben, die Farben sind natürlich wiedergegeben
  • das Bild kann in Farbe oder Schwarz-Weiß vorliegen
  • das Bild zeigt eine Person mit einem neutralen Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund
  • die Person schaut gerade in die Kamera
  • die Augen sind geöffnet, deutlich sichtbar und nicht durch Haare oder Brillengestelle verdeckt
  • es sind keine spiegelnden Reflexe - z. B. durch Brillengläser - vorhanden, die den Erkennungswert des Gesichtes einschränken
  • das Gesicht ist in vollem Umfang auf dem Bild zu erkennen und ohne Kopfbedeckung (Ausnahme Religionsgemeinschaften und geistliche Orden, die Kopfbedeckung darf die eindeutige Identifizierung nicht beeinträchtigen)
  • auf dem Farbbild sind keine Uniformteile oder nach deutschem Strafrecht verbotenen Zeichen/Abzeichen zu sehen

Warum sind nur noch Karten mit dem Aufdruck "G2" gültig?

Kontrollieren Sie bitte, ob Sie die „richtige“ elektronische Gesundheitskarte (eGK) besitzen. Richtig ist eine Karte mit der Bezeichnung „G 2“ rechts oben auf der Vorderseite. Nur Karten mit diesem Aufdruck für die zweite Generation der Gesundheitskarte sind seit 2019 gültig.

Alle Gesundheitskarten der ersten Generation (G1) haben Ende 2018 ihre Gültigkeit verloren, unabhängig vom aufgedruckten Ablaufdatum. Bitte verwenden Sie zudem immer die Karte, die Sie zuletzt von uns erhalten haben. So können Sie sicher sein, dass beim Besuch in der Praxis alles reibungslos läuft, wenn Ihre eGK eingelesen wird.

Die nächste Kartengeneration steht übrigens schon in den Startlöchern: im Herbst 2019 beginnt die Ausgabe der auch optisch neu gestalteten Kartengeneration "G2.1". 

Was passiert, wenn man ohne gültige Gesundheitskarte zum Arzt geht?

Geht ein Patient ohne Gesundheitskarte der Generation "G2" (und höher) zum Arzt muss er bei nicht verschiebbare Behandlungen innerhalb von zehn Tagen eine gültige Karte nachreichen. Andernfalls kann der Arzt oder Psychotherapeut die Behandlung privat abrechnen.

Reicht der Patient bis Quartalsende die gültige eGK nach oder bestätigt seine Krankenkasse, dass zum Zeitpunkt der Behandlung ein Leistungsanspruch bestand, erhält er das Geld zurück, und der Arzt rechnet die Behandlung wie gewohnt als Kassenleistung ab.

Nur für folgende Fälle gilt das so genannte Ersatzverfahren:

  • die Gesundheitskarte liegt nach Krankenkassenwechsel oder Wechsel der Versicherungsart noch nicht vor
  • die Gesundheitskarte ist aufgrund eines technischen Defekts nicht lesbar. 
  • die Gesundheitskarte kann im Rahmen eines Hausbesuche nicht mobil eingelesen werden.

Beim Ersatzverfahren bestätigt der Patient durch Unterschrift auf einem Abrechnungsschein, dass er Mitglied der Krankenkasse ist.

Meine Adresse hat sich geändert. Brauche ich eine neue Gesundheitskarte?

Nein. Nach einem Umzug erhalten Sie von uns keine neue eGK. Ihre persönlichen Daten werden seit der Kartengeneration "G2" beim Arztbesuch direkt auf dem Chip aktualisiert. Haben Sie uns Ihre neue Adresse mitgeteilt, wird diese beim nächsten Arztbesuch mit dem Einlesen auf dem Chip synchronisiert. Spätestens ab Juli 2019 wird dieses Onlineverfahren in allen Vertragsarzt-Praxen verfügbar sein.

Welche Daten sind auf der Gesundheitskarte gespeichert?

Die elektronische Gesundheitskarte enthält Pflichtangaben, wie sie auch auf der bisherigen Versichertenkarte gespeichert sind. Das sind vor allem Angaben zur Person:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Anschrift
  • Krankenversichertennummer
  • Versichertenstatus (Mitglied, Familienversicherter oder Rentner)

Die elektronische Gesundheitskarte bietet darüber hinaus die Möglichkeit, in ihren weiteren Entwicklungsstufen neben den Pflichtangaben freiwillig zusätzliche medizinische Angaben zu speichern. Jeder und jede Versicherte kann selbst entscheiden, welche freiwilligen Anwendungen er/sie nutzen möchte.

  • Als eine der ersten freiwilligen Anwendungen werden die Versicherten eine Arzneimitteldokumentation freischalten können, d. h. eingenommene Arzneimittel können dokumentiert werden. Auf dieser Basis können bei Neuverordnungen durch eine Überprüfung gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erkannt und vermieden werden.
  • Eine weitere freiwillige Anwendung ist die Speicherung von Notfalldaten. Auf freiwilliger Basis können Versicherte Notfallinformationen wie zum Beispiel Angaben zur Blutgruppe, bestehende Vorerkrankungen oder bestehende Allergien und Arzneimittelunverträglichkeiten auf der Karte speichern lassen, die im Ernstfall eine rasche und vor allem richtige Behandlung sicherstellen können.
  • Im freiwilligen Datenteil der Gesundheitskarte lassen sich darüber hinaus auch Arztbriefe elektronisch übermitteln oder Patientenquittungen ablegen, die den Patienten über die vom Arzt erbrachten Leistungen informieren.

Alle im freiwilligen Teil möglichen Angaben dürfen nicht ohne die Einwilligung der Versicherten gespeichert werden. Der Versicherte entscheidet dabei, wer wann welche Daten lesen darf. Abgelegte Daten können dort auch zu jeder Zeit auf Wunsch des Versicherten gelöscht werden. Darüber hinaus soll die Möglichkeit zur papierlosen Übertragung eines Rezeptes geschaffen werden, dem so genannten elektronischen Rezept.

 

Die rechtlichen Grundlagen der eGK bilden § 15 Abs. 6 , § 291 Abs. 2 Satz 4 sowie § 284 Abs. 1 Nr. 2 des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V).

Wer bekommt eine Gesundheitskarte?

Jeder Versicherte ab 15 Jahren bekommt eine eigene Karte mit seinem Foto. Kinder unter 15 Jahren und Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen kein Foto einreichen können, erhalten eine Karte ohne Lichtbild.