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Warum viele natürliche Lebensmittel das Wohlbefinden steigern

Mehr Lebensfreude

Man ist, was man isst – diese Lebensweisheit ist nicht neu. Warum die Ernährung einen großen Einfluss auf unseren Körper, unsere Gesundheit und das Wohlbefinden hat, ist aber nicht nur eine Frage von Äußerlichkeiten. Auch bei Infekten und anderen Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Rheuma spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Denn sie hat das Potenzial, Entzündungen zu fördern – oder sie zu lindern.

Warum der durchschnittliche Verbrauch von Fleisch in Deutschland zuletzt auf rund 57 Kilogramm pro Kopf und Jahr gesunken ist, hat viele Gründe. Ein eher unbekannter ist: Ein zu hoher Konsum von Fleisch ist – ebenso wie süße und weizenhaltige Produkte – besonders entzündungsfördernd. Mehr als 300 bis 600 Gramm pro Woche sollten es nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht sein.

Vermeidung eines erhöhten Blutzuckerspiegels

Insbesondere übergewichtige Menschen sind von Entzündungsreaktionen betroffen, denn das körpereigene Bauchfett produziert Hormone, die Entzündungen fördern. Aber auch bei Rheuma oder Arthrose kann die Ernährung einen großen Einfluss auf die Erkrankung nehmen. Besteht die Ernährung aus viel Gemüse, Beeren, Nüssen und Obst, werden Entzündungen dagegen eingedämmt. Denn diese Lebensmittel enthalten tausende sekundäre Pflanzenstoffe, von denen viele bisher noch kaum erforscht sind. Ihre entzündungshemmende Wirkung gilt jedoch als erwiesen. 

Mann und Frau beim Joggen
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„Kern einer entzündungshemmenden Ernährungsweise ist die Vermeidung eines erhöhten Blutzuckerspiegels.“

Studien zeigten, dass insbesondere der überwiegende Verzehr von Lebensmitteln von hohem glykämischem Index zu erhöhten Entzündungswerten führen kann. Der glykämische Index gibt die Stärke des Anstiegs des Blutzuckerspiegels nach einer bestimmten Zufuhr an kohlehydrathaltigen Lebensmitteln an. Je größer also der glykämische Index eines Lebensmittels, desto schneller lässt es den Blutzuckerspiegel ansteigen. Lebensmittel mit hohem glykämischem Index bestehen insbesondere aus kurzkettigen Kohlehydraten. Am höchsten ist der glykämische Index bei süßen und weizenhaltigen Produkten, wie zum Beispiel süße Backwaren oder Süßgetränke. Langkettige Kohlehydrate, wie pflanzliche Ballaststoffe, haben einen niedrigen glykämischen Index, sie lassen also den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Studien belegen, dass Darmbakterien aus pflanzlichen ­Ballaststoffen bestimmte kurzkettige Fettsäuren produzieren, die nach der Aufnahme in das Blut und in die Gelenkflüssigkeit gelangen. Sie sorgen dort für eine erhöhte antioxidative Kapazität und reduzieren Gelenkentzündungen. Antioxidative Pflanzenstoffe können Entzündungsprozesse und oxidativen Stress abschwächen, sie sind vor allen in Gemüse und Obst enthalten.

Ein weiteres Argument für mehr Obst und Gemüse – und Bewegung!

Lauch- und Zwiebelgemüse enthalten viele Vitamine, Mineral­stoffe und Sulfide. Letztere wirken antibakteriell und antioxidativ, sie können Entzündungen also vorbeugen und sind ebenso in Knoblauch enthalten. Auch Brokkoli hat nicht nur eine geringe Kalorienanzahl, sondern wirkt durch das enthaltene Senfölglykosid ebenfalls antientzündlich. Zitrusfrüchte und rot-violettes Beerenobst enthalten auch entzündungshemmende Flavonoide, also antioxidative Pflanzenstoffe. Schon länger weiß man zudem, dass regelmäßige Bewegung vor vielen Krankheiten schützt. Kölner Forscher haben bereits vor einigen Jahren herausgefunden, dass bestimmte Sport­arten chronische Entzündungsprozesse im Körper hemmen. Vor allem Ausdauersportarten konnten dabei besonders punkten.

Mann und Frau in der Kueche mit Gemuese und Salat
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