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Das Magazin der BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN

Verantwortung übernehmen

Menschliche Hand hält eine Pflanze

Gesundheit, Umwelt und Klima

Unser Klima verändert sich. Die Gefahren, die der Klimawandel mit sich bringt, lassen sich nicht mehr leugnen. Das stellt auch Krankenkassen vor besondere Herausforderungen, denn Klimaschutz und Gesundheitsschutz sind eng miteinander verwoben. Damit Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden kann, muss auch das Gesundheitswesen seinen Beitrag leisten.

Die Spitzenverbände aus dem Gesundheitswesen sowie Vertreter der Länder und Gemeinden und das Bundesgesundheitsministerium unterzeichneten dazu Ende 2022 den „Klimapakt Gesundheit“, in dem sie sich zu ihrer Verantwortung bekennen. Die Folge: Um dazu beizutragen, dass Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in allen Lebenswelten als wichtige Aufgaben im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention verankert und umgesetzt werden, wurde der für viele aktive Vorsorgemaßnahmen grundlegende Leitfaden Prävention um das Thema Klimawandel und Gesundheit ergänzt. Da die menschliche Gesundheit von den lebensfördernden Ökosystemen abhängig ist, sollen Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention der GKV möglichst so ausgerichtet werden, dass sie ebenfalls die natürlichen Lebensgrundlagen schützen.

Leitfaden Prävention erweitert

So sind nun auch klare Kriterien für Leistungen zur individuellen Prävention durch Versicherte enthalten, die neben positiven Effekte durch gesunde Ernährung und körperliche Aktivität auch Umwelt und Klima einschließen – sogenannte „Co-Benefits“. Neu ist zudem, dass die Krankenkassen an der gesundheitsförderlichen Ausrichtung von Kitas, Schulen und Betrieben mitwirken und eine klimafreundliche Verpflegung dabei eine Rolle spielt. Auch haben Krankenkassen dabei nun erweiterte Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von Kommunen beim Klimaschutz und der Klimaanpassung, um den gesundheitlichen Auswirkungen entgegenzuwirken. Darin geht es beispielsweise um die kommunale Aufgabe der Hitzeaktionsplanung und um die Möglichkeiten, wie Krankenkassen die Kommunen bei der Implementierung unterstützen können.

Dehydrierung

Ab Temperaturen über 30 Grad Celsius verliert der Körper überdurchschnittlich viel Flüssigkeit. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, steigt das Risiko für Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenversagen. So stiegen die Krankenhauseinweisungen in den letzten 10 Jahren – allein bedingt durch Flüssigkeitsmangel – in den Monaten April bis September kontinuierlich an, um knapp 32% auf 782 Fälle je 100.000 BKK Versicherte. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung ergeben sich 633.000 jährliche Krankenhauseinweisungen. Besonders betroffene Altersgruppen sind in diesem Fall Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen ab 75 Jahren.

Hautkrebs

Die Ursachen einer bösartigen Hautveränderung liegen meist viele Jahre zurück, sie lassen sich nicht direkt einer Hitzewelle zuordnen. Jedoch bleibt die steigende UV-Belastung gerade bei hohen Temperaturen nicht ohne Folgen. Es gibt immer mehr Sonnentage und die Menschen verbringen mehr Zeit leicht bekleidet im Freien. Sonnenbrände erhöhen das Risiko, an einem schwarzen oder weißen Hautkrebs zu erkranken.

Klasse Kasse:

Auch für Versicherte unter 35 Jahren bietet die BKK W&F in vielen Regionen durch besondere Zusatzverträge die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Hautkrebs-Screening. Die Abrechnung erfolgt dann direkt über die Versichertenkarte.

Go online: 
bkk-wf.de/hautkrebsscreening


BKK Green Health

Das BKK-System arbeitet bereits seit einigen Jahren gemeinsam am Thema Nachhaltigkeit. Im Juni 2021 wurde vom BKK Dachverband, den Betriebskrankenkassen, den BKK Landesverbänden die Initiative „BKK Green Health“ gegründet. Deren Ziel ist es, eine gemeinsame Haltung zum Thema ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit zu entwickeln. Was gut fürs Klima ist, ist häufig auch gut für die Gesundheit des einzelnen. Dieses Bewusstsein haben die Betriebskrankenkassen verinnerlicht. Sie möchten mit ihrer Initiative eine Vorreiterrolle übernehmen und auch ihre Versicherten bestärken, Teil einer Bewegung für mehr planetare Gesundheit zu werden.

Klasse Kasse

Im Leitfaden Prävention sind die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für Gesundheitsvorsorge geregelt. Der Leitfaden bildet die Grundlage für die Förderung bzw. Bezuschussung von Maßnahmen durch die Krankenkassen. Alle förderfähigen Kurse sind den vier Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchtmittelkonsum zugeordnet. Die BKK W&F unterstützt ihre Versicherten bei der Gesundheitsvorsorge und bezuschusst zwei förderfähige Präventionskurse pro Kalenderjahr mit 100 Prozent der Kosten, bis zu einem Betrag von 500 Euro im Jahr. Interessierte Versicherte finden die Kurse in unserer Kursdatenbank.

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