Früherkennung

Gesetzliche Programme und ihre Inhalte

Ein Arzt untersucht einen Patienten.

Früherkennungsuntersuchungen: Zahlreiche Angebote für Erwachsene.

Krankheiten lassen sich verhüten oder durch Früherkennung rechtzeitig entdecken - dann sind die Heilungschancen auch am größten. Möglich wird dies einerseits durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise und andererseits durch die Teilnahme an gesetzlichen Vorsorgeprogrammen.

Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20

Weil Veränderungen rechtzeitig erkannt werden können, haben Frauen sehr gute Chancen bei der Früherkennung von Gebärmutterhals- und Brustkrebs. Lassen Sie sich von Ihrem 20. Geburtstag an einmal im Jahr von Ihrer Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt vorsorglich untersuchen.

  • Die Untersuchung bezieht sich auf die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke; der Gebärmutterhalsabstrich wird im Labor auf eventuelle Krankheitsanzeichen untersucht.
  • Ab 30 wird die Brust abgetastet (einschl. Anleitung zur regelmäßigen Selbstuntersuchung).
  • Für Frauen zwischen 50 und 69 ist alle zwei Jahre eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie-Screening) vorgesehen. Durch diese erweiterte Vorsorge können selbst kleine Tumore erkannt werden. Wenn es einen konkreten Verdacht auf eine Erkrankung gibt, ist eine Röntgenuntersuchung ohne Altersbegrenzung möglich.

Krebsfrüherkennung für Männer ab 45 Jahren

Alle Männer sollten einmal im Monat ihre Haut auf Veränderungen beobachten und ihre Hoden auf Verdickungen bzw. Verhärtungen abtasten. Darüber hinaus besteht ab 45 Jahren die Möglichkeit einer ärztlichen Untersuchungen durch Abtasten der äußeren Genitalorgane, die Prostata und der Lymphknoten.

Gesundheits-Check-up für Frauen und Männer (einmalig zwischen 18 und 34, ab 35 alle 3 Jahre) 

Diese Gesundheitsuntersuchung bezieht sich insbesondere auf Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen und Stoffwechselstörungen; sie ist einmalig zwischen 18 und 34 Jahren und ab 35 alle drei Jahre möglich. Die Inhalte:

  • Fragen zum Befinden, zur Krankheitsvorgeschichte und zu persönlichen Lebensumständen, die für die Entstehung von Krankheiten bedeutsam sein können (Anamnese)
  • eingehende körperliche Untersuchung (Ganzkörperstatus)
  • ab 35: Blutuntersuchungen (Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceride und Nüchternpasmaglucose) sowie Urinuntersuchung (Eiweiß, Glukose, Erythrozythen, Leukozythen, Nitrit)
  • abschließendes Beratungsgespräch

Sie können zwischen Allgemeinärzten, praktischen Ärzten und Internisten wählen.

Hautkrebsscreening (ab 35)

Versicherte können ab 35 Jahren ein Hautkrebscreening bei allen Ärzten durchgeführt werden, die dafür eine Berechtigung von der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten haben. Neben Fachärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten können dies auch Hausärzte oder Fachärzte für Allgemeinmedizin und Internisten sein. Die Frühuntersuchung kann jedes zweite Jahr wiederholt werden.

Darmkrebsfrüherkennung (ab 50)

Zwischen 50 und 54 haben Versicherte Anspruch auf eine jährliche Analyse auf nicht sichtbares Blut im Stuhl durch einen Schnelltest. Ab 55 besteht wahlweise die Möglichkeit einer Koloskopie oder die Nutzung des Schnelltests im zweijährlichen Rythmus.

Eine aktuelle gesetzliche Änderung hierzu ist aktuell noch nicht in Kraft: nach ihr soll die Koloskopie nur noch bei auffälligen Befunden zum Einsatz kommen, ohne Auffälligkeiten sollen nur noch zwei Koloskopien mit einem Mindestabstand von zehn Jahren für Männer ab 50 und Frauen ab 55 genutzt werden. Wird das Angebot von Männern erstmals ab 65 Jahren wahrgenommen, reduziert sich der Anspruch auf eine Koloskopie.

 

Wichtig: Alle genannten Früherkennungsuntersuchungen sind für Sie kostenfrei und werden von ihrem Arzt direkt über Ihre Gesundheitskarte abgerechnet.


Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).