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Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes

Anspruchsdauer in Corona-Pandemie erneut erweitert

Für jedes Kind, das gesetzlich versichert ist, können Versicherte normalerweise pro Kalenderjahr bis zu zehn Arbeitstage Kinderkrankengeld erhalten. Sowohl die Mutter als auch der Vater haben einen Anspruch darauf, wenn beide berufstätig sind. Alleinerziehende können bis zu 20 Tage pro Kind in Anspruch nehmen.

Mit der am 23. April in Kraft getretenen Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes wurde der Anspruch auf Kinderkrankengeld für 2021 nochmals ausgeweitet.

  • Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt 2021 pro Elternteil und Kind auf 30 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 60 Tage. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 30 auf nun 60 Tage. Bei mehreren Kindern gilt ein Anspruch von maximal 65 Tagen, bei allein Erziehenden maximal 130 Tage.
  • Der Anspruch besteht auch, wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil Schulen oder Kitas geschlossen sind, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der KiTa eingeschränkt wurde. Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten könnten. 

Auch diese zweite Neuregelung in den letzten Wochen gilt rückwirkend ab 5. Januar 2021. 

Leistungsumfang

Versicherte erhalten in der Regel 90 Prozent ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Die Höchstgrenze beträgt 112,88 Euro (2021) pro Tag.

Damit Versicherten in der Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung keine Nachteile entstehen, sind aus dem Kinderkrankengeld auch Beiträge zu zahlen. Diese werden daher vom Zahlbetrag noch abgezogen.

Voraussetzungen

  • Sie sind berufstätig und erhalten für die Zeit der Kinderpflege kein Arbeitsentgelt.
  • Ihr Kind ist gesetzlich versichert.
  • In Ihrem Haushalt gibt es niemanden, der an Ihrer Stelle Ihr Kind pflegen könnte.
  • Sie selbst sind mit Anspruch auf Krankengeld bei uns versichert.
  • Ihr Kind ist jünger als 12 Jahre. Wenn es behindert und auf Hilfe angewiesen ist, gibt es keine Altersgrenze. 
  • Ist das Kind krank, muss der Betreuungsbedarf mit einer Bescheinigung vom Arzt nachgewiesen werden. Dafür wird die „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ vom Arzt ausgestellt und ausgefüllt.  
Diese Übersicht liefert möglichst einfach formulierte Erst-Informationen zu häufig nachgefragten Leistungen nach heutigem Stand. Rechtlich bindend sind die Angaben im fünften Sozialgesetzbuch (Regelleistungen) und der jeweils gültigen Form der Satzung der BKK W&F (Mehrleistungen).
Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2021

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