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Fragen & Antworten

Beziehen Sie eine gesetzliche Rente und waren Sie für einen vorgeschriebenen Mindestzeitraum (Vorversicherungszeit) in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, besteht eine Versicherungspflicht in der so genannten Krankenversicherung der Rentner.

Versicherungspflichtige Rentner zahlen aus Versorgungsbezügen Beiträge nach dem allgemeinen Beitragssatz zur Krankenversicherung von 14,6 Prozent zuzüglich des kassenindividuellen Beitrags der BKK W&F in Höhe von 1,39 Prozent. Der Beitrag ist allein vom Versicherten zu tragen. Die Beitragspflicht beginnt aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung erst mit dem ein Zwanzigstel der Bezugsgröße (2021/2022: 164,50 Euro) monatlich übersteigenden Betrag: aus der bisherigen Freigrenze damit ein Freibetrag.

Der Versichertenanteil zur Krankenversicherung inklusive Zusatzbeitrag wird dabei direkt von der Rente einbehalten. Dabei gilt die so genannte Beitragsbemessungsgrenze: Von Einkünften oberhalb dieses Grenzbetrages, der 2021/2022 bei monatlich 4.837,50 Euro liegt, werden keine Beiträge erhoben.

Bei Rentnern, die nicht der Versicherungspflicht unterliegen und freiwillig versichert sind, werden bei der Berechnung der Beiträge neben der Rente und den Versorgungsbezügen auch weitere Einkünfte, wie zum Beispiel Mieteinkünfte und Kapitalerträge, berücksichtigt. Für die Beitragsberechnung aus Renten und Versorgungsbezügen gilt der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent zuzüglich des kassenindividuellen Zusatzbeitrags der BKK W&F in Höhe von 1,39 Prozent. Andere Einkünfte, wie Miet- und Kapitaleinkünfte, werden mit dem ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent zuzüglich des kassenindividuellen Beitrages belegt. Auch hier gilt die Beitragsbemessungsgrenze. Die Mindestbemessungsgrenze, aus der Beiträge berechnet werden, beträgt 2021/2022 monatlich 1096,67 Euro. Freiwillig versicherte Rentenbezieher tragen den Beitrag allein. Auf Antrag zahlt der Rentenversicherungsträger einen hälftigen Zuschuss zur Krankenversicherung in Höhe von 7,995 Prozent aus dem Betrag der gesetzlichen Rente.

Wer krankenversichert ist, ist auch Mitglied der BKK Pflegeversicherung. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt bundeseinheitlich 3,05 Prozent. Versicherte, die keine Kinder erzogen und das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent (ab. 1. Januar 2022: 0,35 Prozent). Generell von der Beitragszuschlagspflicht ausgenommen sind alle, die vor dem 1. Januar 1940 geboren sind.

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